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1. Kor. 3,11-16

Bauen für die Ewigkeit

 

1.Kor 3,11-16

11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird's klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? (Lutherübersetzung 1984)

Bauen für die Ewigkeit

 

„Betreten verboten, Eltern haften für Ihre Kinder!“ – Wir kennen das Sicherungsschild an Baustellen. Es soll verhindern, dass Unbefugte die Baustelle betreten, sich und andere in Gefahr bringen.
Auch die christliche Gemeinde ist eine Baustelle. Aber es geht nicht um Gebäude aus Stein, sondern um Beziehungen. Statt Steine, die auf den Kopf, fallen könnten, werden Hände für  die Gemeinschaft mit Gott und untereinander gereicht.
Darum heißt es auch nicht: Betreten verboten, sondern Herzlich Willkommen auf der Baustelle Gemeinde. Bleib nicht Zuschauer, sondern mach mit. Baue Beziehungen für die Ewigkeit.

 

Bauten aus Stein zerfallen. Wir spüren deutlich, wie der Zahn der Zeit an der Bausubstanz unseres Gebäudes nagt. Dieses Kirchengebäude ist nicht für die Ewigkeit geschaffen, aber die Menschen, die es füllen. Wie sehr mühen sich Künstler, Musiker, Sportler, Politiker, Philosophen…, etwas Bedeutsames zu schaffen. Die Bibel sagt: Spätestens am Ende der Zeit ist ihr Werk überholt. Die christliche Gemeinde dagegen ist Gottes Werk für die Ewigkeit. Die Gemeinde ist keine Interessensgemeinschaft, wie ein Sport- oder Kleintierzüchterverein. In der Gemeinde geht es auch nicht um unsere Leistungen. Es geht um unsere Beziehungen. Es geht um Gnade, Wahrheit und Liebe. Es geht darum, dass Gott selbst in unserer Mitte zu finden ist.

Gott ist und bleibt der Architekt. Er will die Gemeinde nach seinem Plan bauen. Darum brauchen wir im Miteinander der Gemeinde das Gespräch. Trotzdem wird es Verstehen, wie Missverstehen geben, einfach weil wir Menschen sind. Bleiben wir im Bild und sehen uns auf der Baustelle um.


Der Plan ist fertig. Das Fundament ist gelegt.

Das Schwerste ist bereits geschafft: Der Plan ist fertig. Das Fundament ist gelegt. Das hat Gott getan. Paulus schrieb: „Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ Das Fundament der Gemeinde ist keine Lehre, keine Theologie, sondern der gekreuzigte und auferstandene Christus. Nicht das, was wir tun, sondern was Gott durch Jesus getan hat, zählt zuallererst. Darum können nicht anders, als von Jesus reden. Kinder fragen: „Wie soll ich an Gott glauben, wenn ich ihn nicht sehe?“ Erwachsene vertiefen diese Frage: „Wo ist Gott denn in dem Gewirr von Alltag, Freude und Leid zu erkennen?“

Wir können nicht anders als von Jesus Christus reden. In ihm  hat Gott sein Herz gezeigt. Wer ihn sieht, der sieht Gott, den Vater. Die Beschäftigung mit ihm, ist der Weg, auf dem wir Gott kennenlernen. Bei Jesus kommen wir nicht an seinem Kreuzestod vorbei. Er ließ sich für seine unbedingte Zusage der Nähe Gottes am Kreuz von Golgatha festnageln. So durchkreuzt er unser Streben, uns vor Gott selbst behaupten zu wollen. iese Selbstbehauptung hat nicht nur keinen Wert, sondern ist Aufstand gegen Gott. Kein Mensch kann sich, von sich aus, die Gemeinschaft mit Gott nehmen. Diesen himmelweiten Unterschied hat Gott durch Jesus überbrückt.

Wenn ich von Jesus, dem Gekreuzigten spreche, muss ich auch vom auferstandenen Christus reden. Jesus ist nicht im Tod geblieben und sucht eine lebendige Beziehung zu uns. Das Fundament der Gemeinde ist also seine Person, keine Lehre und Lebensphilosophie. Je mehr wir Jesus kennenlernen, desto mehr werden wir ins Staunen hineinwachsen,  wie tief seine Gnade und Wahrheit reicht und wie weit seine Liebe und Barmherzigkeit. Wenn unser Glaube nicht auf diesem Fundament steht, wird er nicht Bestand habe. Auch die Tatsache, dass der Anbau  schön sein kann, ändert daran nichts. So sind wir als Christen herausgefordert uns täglich neu auf Jesus auszurichten. Wo es nötig ist, müssen wir uns korrigieren lassen. Jesus folgen hat Folgen. Unser Leben wird transparent für Gott.

Wie bauen wir auf diesem Fundament auf?

Wie bauen wir darauf auf? Die Gemeinde ist noch nicht fertig. Sie ist in Bau bis Jesus sie vollendet. Paulus schrieb im Blick auf die Gemeinde in Korinth:
"Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird's klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen".

Wie gestalten wir Gemeinde?

In Schnellbauweise sind imposante Gebäude aus Holz möglich. Wir kennen schöne reetgedeckte Häuser. Trotzdem spricht Paulus im Bild dagegen aus, es sich zu billig zu machen. Gott hat die Gemeinde nicht bloß für die Zeit, sondern für die Ewigkeit ins Leben gerufen. Wenn wir den Glauben auf Gefühle und wechselnde Theologien gründen, mag die Gemeinde wachsen, weil es in ihr kuschelig sein mag. Man kann sich in ihr wohlfühlen.

Doch das trägt nicht. Es hat nicht Bestand. Paulus sah die Gemeinde in Korinth gefährdet, weil sie begannen, ihr  Christsein ohne Umkehr, ohne Gehorsam zu leben. Paulus konnte eine Menge Fehler ertragen, aber wenn der Anspruch des Evangeliums eingeebnet wird, Jesus nicht mehr mein Herr, sondern religiöse Beigabe ist, dann kann unser Glaube nicht Bestand haben. Jesus ist der Herr. Hat er in Deinem Leben das Sagen?

Nicht zu billig bauen.

Paulus mahnt, die Mittel, mit denen wir unser Leben und die Gemeinde bauen, im Angesicht der Ewigkeit zu bewerten. Dabei hat nur Wert, was auch feuerfest ist. Paulus ruft uns ins Gedächtnis, dass unser Leben vor dem auferstandenen Christus offenbar wird:  Offb 1,14 steht: Der erhöhte Christus hat Augen wie Feuerflammen.

Vor ihm kann nicht bestehen, was nicht aus der Verbunden- heit mit ihm erwachsen ist. Unser Lebenswerk mag imposant aussehen. Die entscheidende Frage ist, ob wir Christus damit verherrlichen. Die Begegnung mit Jesus führt uns in die Wahrheit über uns und unser Leben. Er bringt unser ganzes Leben noch einmal zur Sprache.

Vielleicht fürchten wir manchmal Menschen mehr als Gott, dabei ist er die wirklich entscheidende Instanz. Unser ganzes Leben kommt zur Sprache. Wir können den Gau vermeiden, wenn wir jetzt schon unser Leben im Spiegel der Heiligen Schrift betrachten. Bitten wir Gott darum, uns in Liebe die Wahrheit über uns aufzudecken.

Doch was verbirgt sich hinter den Bildern von Gold, Silber und edlen Steinen als Baustoffen? Es sind Mittel, über die die wenigsten verfügen. Das ist gewollt so. Gott möchte, dass wir mit den Mitteln bauen, die er uns in die Hand gibt.

Da ist zuerst sein Wort. Jesus sagte: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Lassen wir uns doch nicht einreden, die biblischen Aussagen seien nicht mehr zeitgemäß. Fragen wir lieber, wozu sie gemacht werden. Bei Jesus lernen wir nach dem Sinn zu fragen. Darum wandte er sich gegen den Buchstaben des Gesetzes, wenn er dem Ziel des Gesetzes widersprach. Nachfolge geht durch Leiden hindurch. Wer Jesus folgt, wird den Preis der Infragestellung zahlen. Doch Gottes Wort sagt uns: Trübsal wirkt Geduld, Geduld Bewährung, Bewährung Hoffnung. Und die Hoffnung lässt uns nicht zuschanden werden.

Ehre, Lob, Anbetung Gottes, auch das sind edle Steine. Achten wir darauf, dass wir uns nicht selbst feiern, sondern Gott. Wenn der einzelne von seiner, und wir von unserer Gemeinde sprechen, müssen wir aufpassen, dass wir sie nicht vereinnahmen.  Entweder bleibt die Gemeinde Gottes Gemeinde oder sie hört auf Gemeinde zu sein. Weshalb?

Die Gemeinde ist der Tempel Gottes

Die Gemeinde ist kein gewöhnlicher Bau ist, sondern der Tempel Gottes. Jeder Christ in ihr ist ein lebendiger Baustein, der für Gott transparent ist. Hier der Ort, an dem andere Gott begegnen können. In dieser Gemeinschaft erleben sie Gottes Gegenwart.
Eigenwillige Konstruktionen verbauen den Zugang zu dieser Begegnung, weil es um uns, statt um Gott geht. Gott möchte aber, dass wir ihn im Miteinander erleben, als den, der das Haus mit seiner Gegenwart erfüllt. Dann werden Mitmenschen sagen: Du, ich will mit Dir gehen und dabei sein, denn ich habe gehört, das Gott in eurer Mitte zu erleben ist.


Die Gemeinde ist ein Stück Ewigkeit in der Zeit, der Geschmack der Ewigkeit. Er soll andere auf den Geschmack bringen ihr Leben für Gott zu öffnen und als lebendiger Baustein zur Verfügung zu stellen. Willst Du das?

 

 

 

 
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