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Predigtreihe1
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Matthäus 11,29 b Jesus lädt ein: Lernt von mir!
Wozu ist die Kirche da? Was würde fehlen, wenn es die Gemeinde nicht geben würde? Für viele ist die Gemeinde wie eine Familie. Die Verbundenheit tut gut. Doch diese Sichtweise kann dazu verführen, die Gemeinde als Hotel Mama zu verstehen. Dann wachsen geistliche Stubenhocker heran, die es möglichst bequem haben möchten. Sie erwarten, dass vor allem ihre Bedürfnisse gestillt werden. Jesus will aber, dass wir bei ihm in die Lehre gehen: Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir!, fordert Jesus uns in Mt. 11,29 b auf. Lasst euch mit mir zusammenspannen und lernt von mir.
Der Jüngerkreis ist das Grundmodell der christlichen Gemeinde. Jünger sein bedeutet soviel wie Lehrling, Schüler sein. Der Begriff wurde geprägt, als wer jünger war, vom Älteren lernte. Heute ist das auch umgekehrt möglich und nötig, nicht nur im technischen Bereich. Die Gemeinde gibt es, weil Jesus uns herausruft ihm zu folgen. Wir sollen ihm folgen, wo er am Wirken ist, und Jesus bei „der Arbeit“ zusehen, um von ihm zu lernen. Jesus hatte nicht an der Uni Theologie studiert, sondern bei Josef an der Werkbank gestanden. Er hat erfasst, dass es im Glauben nicht darauf ankommt, sich mit Theorie vollzustopfen. Das führt bloß dazu, dass z.B. die Kinder, die zuhause die biblischen Geschichten hören, den Kindergottesdienst, den Bibelunterricht und die Jugend durchlaufen, meinen: Das kenn ich schon, dass weiß ich schon. Nein, es geht ihm darum, dass wir mit ihm unterwegs sind, hören was er sagt und tun. Es geht darum, zu verstehen und anzuwenden, was er sagt. An seiner Seite sollen wir ausprobieren und einüben, was er uns sagt und zeigt. Damit sind wir ein Leben lang nicht fertig. Die ersten Christen wurden nicht von ungefähr „die auf dem Wege sind“, genannt. Doch, was und wie können wir von Jesus lernen? |
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Römer 12, 3-8 Gott befähigt! Wozu eigentlich?
3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt zu halten, sondern dass er maßvoll von sich halte, ein jeder, wie Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat. 4 Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5 so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied, 6 und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß. 7 Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er. 8 Ist jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. Gibt jemand, so gebe er mit lauterem Sinn. Steht jemand der Gemeinde vor, so sei er sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's gern. Bei vielen Festen wird gut und viel gegessen und getrunken. So auch in Lönneberga, in Schweden, dem kleinen Ort, in dem der kleine Michel, die Romanfigur Astrid Lindgrens lebt. Michels Vater hat das ganze Dorf eingeladen und alle sind gekommen. Auch der Pastor uns seine Frau fehlen nicht. Es wird ihnen aber sichtlich unwohl, als die Gesellschaft ein Spiel beginnt, bei einem Spiel Pärchen ergeben, die sich küssen müssen. Wer nicht küssen oder geküsst werden will, muss zahlen. Der kleine Michel trifft auf die Frau Pastor. Michel spürt ihre Verlegenheit und Unsicherheit. Während sie ihm sagt, dass er sie nicht küssen müsse, wenn er nicht wolle, sitzt der Kleine auch schon auf ihren Schoß. Und eh sie sich versehen kann drückt er ihr nicht nur einen, sondern zwei, drei, vier, ganz viele Küsse auf die ihre Wangen. Als alle verdutzt sind, meint Michel: „Nur nicht knausern.“
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1. Petrus 4,10 Probieren geht über Studieren? Wie entdecke ich meine Gaben? Philosophie und Naturwissenschaft sind sich einig, dass die meisten Menschen nur 30 % ihrer Möglichkeiten nutzen. So werden Millionen unserer kleinen „grauen Zellen“, überhaupt nicht genutzt. Genauso sind sich die meisten Christen nicht bewusst, was Gott ihnen für ihr Leben mit Jesus zur Verfügung stellt. Er schenkt uns nicht nur seine Gnade, sondern auch seine Gnadengaben. Gott schenkt uns nicht nur seine Gemeinschaft, sondern befähigt auch Gemeinschaft zu stiften. Er schenkt uns nicht nur seinen Geist, sondern befähigt auch geistesgegenwärtig zu handeln.
Wenn wir seine Gaben für uns bunkern wollen, ergeht es uns wie dem Toten Meer. Dort kann das Wasser, das zufließt nicht abfließen. Das Wasser ist so salzhaltig, das kein Leben in ihm möglich ist. Das Ewige Leben mit all seinen Gaben die Gott schenkt braucht ebenfalls einen Abfluss, damit unser Christsein nicht ungenießbar wird. |
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Phil 3,10-14 Fehler machen – erlaubt!
Wenn wir einen Künstler beauftragen würden, einen Christen zu malen, und in das Bild hineinzulegen, was Christsein ausmacht, was würde er malen? Vielleicht einen Beter, einen Bibelleser, einen Menschen, der ganz Ohr ist? Das sind alles wesentliche Elemente des Christseins.
Paulus wählt im Philipperbrief aber ein anderes Bild: Er spricht vom Läufer. Weshalb nimmt er dieses Bild aus der Welt des Sports? Lesen Sie den Zusammenhang im Brief des Paulus an die Philipper, Kapitel 3,10-14:
Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleichgestaltet werden, 11 damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten.12 Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. 13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, 14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
Weshalb wählt Paulus dieses Bild? Weil Christ sein auf dem Weg sein bedeutet. Dieser Weg hat ein Ziel. Christ sein heißt Jesus folgen. Er ist der Schrittmacher, mit dem wir Schritt halten. Jesus ist das Vorbild in der Beziehung zu Gott dem Vater und zum Mitmenschen, das Bild vom Menschen, in das wir hineinwachsen. Doch wozu unterstreicht Paulus das? a) Um das Missverständnis abzuwehren, mit der Hinwendung zu Gott seien wir am Ziel. b) Um der irrigen Meinung zu widersprechen, wie Christus zu sein, hieße perfekt sein zu müssen
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1. Kor. 3,11-16
Bauen für die Ewigkeit
1.Kor 3,11-16
11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird's klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? (Lutherübersetzung 1984)
Bauen für die Ewigkeit „Betreten verboten, Eltern haften für Ihre Kinder!“ – Wir kennen das Sicherungsschild an Baustellen. Es soll verhindern, dass Unbefugte die Baustelle betreten, sich und andere in Gefahr bringen. Auch die christliche Gemeinde ist eine Baustelle. Aber es geht nicht um Gebäude aus Stein, sondern um Beziehungen. Statt Steine, die auf den Kopf, fallen könnten, werden Hände für die Gemeinschaft mit Gott und untereinander gereicht. Darum heißt es auch nicht: Betreten verboten, sondern Herzlich Willkommen auf der Baustelle Gemeinde. Bleib nicht Zuschauer, sondern mach mit. Baue Beziehungen für die Ewigkeit. |
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