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Sich verändern lassen, um zu wachsen & reifen und Frucht zu bringen. 16.08.09 Familiengottesdienst zu Schulbeginn Vorspiel Eingangswort Sach 4,10 "Denn wer immer den Tag des geringsten Anfangs verachtet hat, wird doch mit Freuden sehen den Schlußstein in Serubbabels Hand. " Dieses Wort spielt auf Tempelbau an. Der kleine Anfang wird gewürdigt, weil alles Große klein beginnt.
Einleitung in den Gottesdienst, Mitwirkende: Der Rabe Friedolin, Uschi und Ralf Fridolin: Worum geht’s heute eigentlich? Ralf: Segnung, Gebet. – Brauchen die nicht was anderes, gutes Schulbrot, vernünftige Lehrer, Füller, Stifte, Ranzen… Fridolin: Wozu Gebet? Ralf: Es ist die Bitte, das Gott dabei ist, wirkt. Fridolin: Was macht denn die Uschi da am Tisch? Ralf: Frag sie doch? Fridolin: Schulbrot? Gottesdienst? Weshalb machst du den Teig? Uschi erklärt, was sie tut. Fridolin: Was braucht man, um Brot backen zu können? Uschi zählt die Zutaten auf Fridolin: Weshalb wird die Hefe hineingemischt? Wozu? Ralf: Mit unserem Leben ist es genauso. Wenn wir Gott um seinen Segen bitten, bitten wir ihn, dass er sich in unser Leben einmischt. Wie man die Hefe, wenn sie in den Teig gemischt ist, nicht sieht, so sehen wir auch Gott nicht mit unseren Augen, aber wir können, wie beim Hefeteig, auch die Wirkung sehen, dass Gott da ist. Gott arbeitet an uns. Wir wollen den Teig ruhen lassen und gucken nachher, was passiert.
…. Impuls 1: Friedolin hat ein großes Papierkorn im Mund. Ich stoppe ihn, - er lässt sich stoppen, weil er erkennt, dass dieses „supergroße Korn“ nach Papier schmeckt. Jetzt ist er natürlich neugierig, warum ich es mitgebracht habe. Ich erkläre ihm, was ich damit veranschaulichen möchte: Um Backen zu können, muss zuerst einmal Getreide wachsen. Friedolin, fragt sich zwar, wozu wir Körner backen, und sie nicht gleich essen? Aber wir sind eben keine Vögel, sondern Menschen und essen lieber Brot. Wir staunen was ein Korn zur Entfaltung bringen kann. Doch es geht nicht ohne Hingabe. Es muss auf den Acker gestreut werden, in die Erde fallen – wenn Friedolin es nicht wegpickt… Friedolin fragt: Wozu lässt man es in der Erde vergammeln. Da ess ich es doch lieber gleich. Das Korn ist doch zu schade, um weggeworfen zu werden. Das Korn vergammelt nicht einfach in der Erde. Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein., hat Jesus erklärt. Jetzt wird das Korn auf eine Unterlage / Feld geklebt, dann zerrissen und aus dem Inneren entfaltet sich dann Wurzel, Halm, und die Ähre.
So hat Jesus sein Leben für uns gegeben, damit Gottes Liebe ernten können und sie in unserem Leben Liebe zum keimen, wachsen und reifen bringt.
Gebetsteil:
Sabine Ball schrieb im Nachwort ihren letzten Buches, „Begegnungen und Erinnerungen“: „Wenn wir einen Baum pflanzen, achten wir darauf, dass er in gute Erde kommt. Wir düngen und gießen ihn, damit er gute Früchte trägt. Ist uns die Erde, in er unsere Jugend aufwächst, gleichgültig? Wohin reichen die Wurzeln der jungen Bäume und welche Nährstoffe nehmen sie auf? Was wird aus ihnen? Was wird aus der nachfolgenden Generation? Gibt es Menschen, die darauf achten,…? …Wir dürfen nicht zögern. Jetzt ist die Zeit, die Herzen der jungen Generation zu suchen. Menschen, die in der Liebe Gottes verwurzelt sind, müssen in die Lebenswelt Jugendlicher gehen, sie verstehen, ohne ihren Lügen recht zu geben. So können junge Menschen der Liebe Gottes begegnen und der Liebe seines Sohnes, der über diese Welt weint.“ (S.118f) Wir sind dankbar für alle, die in der Gemeinde ihre Zeit und Kraft für diese jungen Menschen einsetzen und den Boden dafür bereiten, dass sie Vertrauen zu Gott fassen und sich frei entfalten können. Heute wollen wir aus dieser großen Gruppe der Mitarbeiterschaft stellvertretend die Nachhilfegruppe und die Kindergottesdienstmitarbeiter herausgreifen und sie segnen. Gebet für die Mitarbeit & Geschenkübergabe (kleine Pflanze…)
… Impuls 2: Nachdem der am Anfang des Gottesdienstes hergestellte Teig begutachtet wurde (wie er gegangen ist…) werden die Kindergartenkinder zum Backen entlassen.
Kleine Ursache, große Wirkung Mt 13,33 Fridolin: Warum redet Ihr immer von Jesus? Ralf: Er ist der Schatz in unserem Leben. Fridolin: Was ist denn das Besondere an Ihm? Ralf: z.B.: Jesus ist die Kraft, die mein Leben zur Entfaltung bringt. Wie bei der Hefe, das Mehl gehen lässt, zum Teig werden lässt, mit dem die Vorschulkinder jetzt Brötchen backen. Fridolin: Darum also die Aktion. Ralf: Gott mischt sich durch Jesus in unser Leben ein. Jesus erzählt dazu ein Gleichnis, damit wir diese Tatsache wertschätzen Lesung: Mt 13,33 Fridolin: Aber es ist doch von Gottes Herrschaft die Rede. Ralf: Ja, weil Gott durch Jesus in unserem Leben und in unserer Welt zum Zug kommt. Fridolin: Das ist ja spannend, aber weshalb vgl. er das mit einem gewöhnlichem Vorgang im Haushalt. Ralf: Das ist es ja gerade: Damit wir dieses unscheinbare Geschehen wertschätzen. Wer sich Gottes Handeln als etwas Imponierendes vorstellt, der wird enttäuscht. Gott tritt durch das Gebet, indem wir ihn in unser Leben einladen in unser Leben. Fridolin: Du meinst, Gott zieht keine Show ab. Es ist gibt nicht viel zu sehen? Ralf: In der Regel gibt es keine Erscheinung oder Stimme vom Himmel. Die Veränderung geschieht im Herzen. Und die Lebensumstände sind noch, wie sie waren. Fridolin: Dann hat man vielleicht also in der Schule, Familie, im Beruf, daheim noch die gleichen Probleme? Ralf: Es scheint, dass Jesus, wie die Hefe zunächst völlig in der Masse Mehl, in meinem Leben verschwindet. Doch das Gebet ist ein Anfang einer Beziehung. Es wirkt sich aus, wenn wir mit Jesus leben. Wo er ins Leben gelassen wird, da verändert sich mit der Zeit alles. Fridolin: Du meinst: Wie die Hefe den Teig, so durchdringt bis sie ganz durchsäuert ist, so durchdringt Jesus alles. Ralf: Ja. Seine Liebe ist wie die Hefe im Teig nicht untätig –Sie zeigt Wirkung: Wie am Ende der ganze Teig von der Hefe durchdrungen ist, so unser Leben von Gottes Liebe. Jesus erzählt das, damit wir diesen Anfang wertschätzen, statt abschätzig zu meinen: Gott gäbe es doch gar nicht. Er sei gar nicht da. So verschätzen wir uns. Fridolin: Du hast Gott mir auch noch nie zeigen können. Ralf: Es ist wie bei der Hefe, die im Teig vermengt ist. Die siehst Du auch nicht. Aber sie ist doch da. Jesus ist auch da, wo wir uns seinem Wort aussetzen. Fridolin wiederholt: Jesus ist da, wo sein Wort ist. Ralf: Wie wirkt denn die Hefe im Teig? Fridolin: Die erste Wirkung ist doch Gärung. Sag bloß, Jesus bringt in uns etwas zur Gärung! Ralf: Wenn Jesus ins Leben einzieht, dann regt sich das Gewissen. Es wird neu geformt. Jetzt geht es nicht ohne innere Kämpfe und Entscheidungen ab. Gottes Wort hat lebensverändernde Kraft! Fridolin: Du meinst: Alle Lebensbereiche werden Stück um Stück wie das Mehl in der Schüssel erfasst. Ralf: Jesus erzählt das Gleichnis, damit wir unterschätzen, wie seines Wort, seine Gegenwart wirkt: Ein wenig Sauerteig, durchsäuert den ganzen Teig. Fridolin: Jesus prägt dann das ganze Leben Stück für Stück Ralf: Das gilt im Kleinen, wie im Großen. Mit Jesus in der Schule, in der Familie, den ganzen Tag. Fridolin: Kann man Wirkung auch überschätzen? Gibt es eine Grenze? Ralf: Jesus spricht davon, dass am Ende das ganze Mehl durchdrungen ist. Die Hefe ist also stark genug. Das Problem haben wir, weil wir daran zweifeln: Wenn wir die Menge des Mehls sehen- ich übertrage jetzt mal aufs Leben. Wenn wir sehen, wie vielschichtig das Leben ist, dann entdecken wir: Es gibt so viele Fragen und Herausforderungen. Da kommt die Angst. Was ist, wenn Gottes Kraft nicht reicht? „Um sicher zu gehen“ entscheiden dann viele lieber selbst. Aber was geschieht wenn man Mehl und Hefe trennt? Fridolin: Dann kommt die Hefe nicht mehr an das Mehl ran. Es bleibt alles wie es ist… nicht ganz. Mehl, das alt wird, kann faulen, oder so,... Ralf: Es verschätzt sich, wer meint: „Hier sind ein paar Gramm Hefe, und da sind zwei Pfund Mehl. Nach der demokratischen Verfassung des Backofens, muss das Mehl den Ton angeben, weil die Hefe überstimmt ist. Jesus sagt uns gerade umgekehrt: Es kommt darauf an, wo die eigentliche Wirkkraft sitzt, und die hat eben die Hefe und nicht das Mehl; die hat das Salz und nicht die Suppe; die hast das Licht und nicht die hundert Kubikmeter Finsternis“ (Helmut Thielicke). Fridolin: Dann ist doch das Beste alle Lebensbereiche zu öffnen. Denn wenn wir Bereiche abtrennen und Gott nicht ranlasssen, können wir wohl nur sehr kleine Brötchen backen, wenn überhaupt. Ralf: Genau: Ermutigung – Jesus zu vertrauen. Er hat die Kraft unser Leben zu verändern, ganz mit der Liebe Gottes zu durchdringen, so dass andere den frischen Duft des Brotes riechen können, und durch uns Appetit auf ein Leben mit Gott bekommen. – Das Geheimnis des Lebens, Entfaltung ist Jesus. Fridolin: Da kann man nur staunen. Ralf: Und sich Jesus anvertrauen. Fridolin: Amen (Am Ende des Gottesdienstes werden Brötchen verteilt)
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