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Gottesdienst Wir laden herzlich zu unserem Gottesdienst am 29.08.2010, 10:00 Uhr, in unser Gemeindehaus ein.Thema: Wenn Gott den Weg versperrt, Predigt: Pastor Ralf Ossa.
Joh 14,1: Gedanken zur Jahreslosung Wenn schon ein kurzer Schreck uns bis ins Innerste zu erschüttern vermag, wie viel mehr ein Schrecken, dessen Ende nicht abzusehen ist! Plötzlich wird ein vertrauter und geliebter Mensch von unserer Seite gerissen und die Zukunft scheint ein schwarzes Loch zu sein. Auf diese Situation bereitete Jesus seine Schüler vor.
Sie waren bereit gewesen Brücken hinter sich abzubrechen, um ihm zu folgen. Durch ihn erlebten sie eine vorher nicht gekannte Nähe zu Gott. Wie gut tat es, Gottes vollmächtige und heilende Liebe zu erfahren. Sie konnten sich das Leben nicht mehr anders vorstellen. Jesus weiß, seine bevorstehende Gefangennahme und Kreuzigung wird sie in die tiefste Dunkelheit stürzen, in der Gott für sie verborgen ist.
Angesichts dieser radikalen Infragestellung all dessen, was sie erlebt und geglaubt haben, spricht Jesus ihnen Mut zu: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Er wiegelt nicht ab: „Wird alles nur halb so schlimm!“ Nein, es wird so schlimm, dass sie eine Zeit lang spüren, wie es wäre, wenn Gott unsere Welt ganz fallen lassen würde. Doch Gott hat seine Hand nicht abgezogen. Jesus wird nicht einfach weggerissen, verschwindet nicht spurlos. Er geht zum Vater, um für die, die sich ihm mit ihrem Leben anvertrauen, bei Gott eine Zukunft, Quartier, zu schaffen.
Euer Herz erschrecke nicht! Gerade, wenn sie und wir Gottes Wirken nicht mehr verstehen und nichts mehr von seiner Macht sehen. Gott führt Jesus mitten durch die Dunkelheit des Gerichtes, die Gottverlassenheit hindurch, damit sie und wir nie mehr von ihm verlassen sein müssen. Auch wenn wir nichts von seiner Gegenwart spüren, gilt jetzt: Er ist da. Und auch wenn wir meinen ins Bodenlose zu fallen, fallen wir doch in seine Hand. Darum ergänzt Jesus: „Glaubt an Gott und glaubt an mich!“
„Glaubt an Gott!“- Jesus sprach hier nicht wie gewohnt von Gott als Vater, sondern merkwürdig unpersönlich. Glaubt an Gott, d.h. vertraut dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, dem Gott, der sich Mose und dem Volk Israel als „Ich bin der, ich bin da für Dich“ offenbarte. Wie oft hat er schon in der Geschichte Israels einen Weg aus eigentlich auswegloser Situation geschenkt. Gott ist eben nicht am Ende, wenn wir am Ende sind, sondern fängt dann oft erst an. So auch im Geschehen der Kreuzigung von Jesus. Was als totale Infragestellung dessen, was Jesus gelehrt und getan hatte, aussah, wurde zur umfassendsten Liebesbezeugung Gottes. Gottes Liebe reicht so weit, dass er in Jesus die Gottverlassenheit auf sich nimmt, damit niemand von uns von Gott verlassen sein muss. Auch wenn wir gar nichts spüren von seiner Macht, wird im Rückblick sichtbar, er hat uns geführt auch durch „Dunkelheit und Nacht“. Jesus ging ja weg, um seinen Schülern und uns auf ganz neue Weise nahe zu kommen. Er eröffnet uns Zukunft bei Gott, indem er bei ihm für die, die ihm vertrauen eintritt. Jesus legt unsere Lebensfäden in Gottes Hand, damit unser Leben in der Zukunft mündet, die er in seiner Liebe für uns bereit hält: Wer ihm vertraut, darf in Ewigkeit bei ihm zuhause sein!
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